Die schädlichen Nebenwirkungen des Atomausstiegs

In der Milchwirtschaft können Landwirte derzeit nicht kostendeckend produzieren, beim Getreide ist der Ertrag gut, aber der Preis schlecht - bleibt nur noch das Biogas. Unsinnige Subventionen für Biogasanlagen führen zu einem aufgeblähten Bauboom.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Vergütung für Ökostrom. Kostet eine Kilowattstunde Strom an der Börse sieben bis acht Cent, erhalten Biogasanlagenbetreiber für die Einspeisung einer Kilowattstunde ins Netz eine Vergütung von 18 bis 24 Cent. Nach Berechnungen von Professor Folkhard Isermeyer vom Bundesinstitut für Ländliche Räume subventioniert der Stromkunde jeden Hektar Mais, der in eine Biogasanlage wandert, mit 2.000 Euro.

Angeblich ist eine Biogasanlage gut für den Klimaschutz - doch das gilt nicht unbedingt für die Anlagen, die mit Mais betrieben werden. Unter bestimmten Umständen sind sie sogar klimaschädlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die aus Umweltministerium Baden-Württemberg in Auftrag gegeben hat. In Niedersachsen gibt es bereits 1.200 Anlagen, 190 weitere sind geplant. Gebaut wird, was das Zeug hält bzw. solange die Subventionen des Staates sprudeln.

Gebaut wird auch in hochsensiblen Bereichen wie in Darchau im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue. Am nördlichen Ortsausgang des direkt an der Elbe gelegenen Dorfes mit seinen vielen Storchennestern entsteht an der Straße nach Neuhaus eine große Anlage, die neben der Stromerzeugung rund 200 Haushalte mit Fernwärme versorgen soll und Arbeitsplätze schafft.

Dem gegenüber stehen die schädlichen Nebenwirkungen dieses für Darchau völlig überdimensionierten Monstrums. Der Fahrzeugverkehr wird zunehmen und auf Straßen angewiesen sein, die für Lkw nicht geeignet sind. Die Landschaft wird sich verändern, die Auswirkungen

auf den Fremdenverkehr sind ungewiss. Maisfelder werden die Elbtalaue dominieren. Wertvoller Ackerboden geht verloren. Geruchsbelästigungen werden trotz Filter nicht zu vermeiden sein. Wie wird der zukünftig in Darchau erzeugte Strom weitergeleitet? Etwa mittels einer kleinen Stromautobahn, an der die Störche verenden?

Der von den GrünInnen und später auch von SPD und CDU als ökologischer und politischer Erfolg gepriesene Atomausstieg entwickelt sich zum Menetekel. Der Atomausstieg beeinträchtigt den Naturschutz. Jahrzehntelang galt das Nein zur Atomkraft geradezu als Synonym für Umweltschutz und Bürgerbeteiligung. Doch inzwischen stellt sich immer mehr heraus, dass der Weg in eine strahlenfreie Zukunft mit harten Entscheidungen gepflastert sein wird. Mitspracherechte der Bürger bleiben auf der Strecke, Lebensräume von Tieren werden zerstört, wertvoller Ackerboden geht durch Versiegelung verloren, Schneisen für Stromautobahnen werden durch die Landschaft geschlagen, viele Felder zum Anbau für Energie statt Nahrung genutzt, die Preise für Strom und Lebensmittel steigen.

Die Bürger tun gut daran, sich den linken Atomaussteigern zu widersetzen. Reißt den Linken die Umweltschutzmaske vom Gesicht! Gründet Bürgerinitiativen, um jedes dieser unsinnigen Projekte zu stoppen.

 

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