Familien erbringen unersetzbare Leistungen für den Einzelnen und die staatliche Gemeinschaft, auch als Teilfamilien und Alleinerziehende. Die Frau ist Garant und zugleich Mitte der Familie. Ihre Leistungen als Mutter und Hausfrau garantieren die zukünftige Existenz unseres Volkes. Der im Grundgesetz verankerte besondere Schutz von Ehe und Familie darf nicht aufgeweicht werden.
Die Niedersächsische Partei will die Leistungen einer Mutter wesentlich stärker anerkannt wissen, z.B. in der Alterssicherung durch Anrechnung der Familien- und Erziehungsarbeit ähnlich der Erwerbsarbeit. Die Steuergesetzgebung hat die Entscheidung für Kinder zu belohnen, nicht zu bestrafen. Die Zahlung von Kindergeld soll bereits während der Schwangerschaft beginnen. Für viele weniger gut verdienende Familien ist es einfach zu teuer geworden, Kinder großzuziehen. Hier hat der Staat unterstützend einzugreifen, um Familien mit Kindern nicht in die Armut abgleiten zu lassen. Ganztägige Betreuungsangebote für Kinder bis zum 10. Lebensjahr sind zur Verfügung zu stellen.
Der Geburtenrückgang wird immer mehr zu einer Belastung für die Zukunft unseres Volkes. Demographische Lücken sind durch eine familienfreundliche Politik, nicht durch Einwanderung zu schließen. Wir müssen wieder ein kinder- und familienfreundliches Land werden. Die Niedersächsische Partei fordert, die Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragten abzuschaffen und sie durch Kinderbeauftragte zu ersetzen.
Jährlich werden in Deutschland ca. 300 000 ungeborene Kinder abgetrieben. Jeder Schwangerschaftsabbruch ist rechtswidrig, bleibt aber straffrei. Der Schutz des höchsten Rechtsgutes, des menschlichen Lebens, ist in Deutschland nicht gewährleistet. Die Niedersächsische Partei fordert, die Menschenrechtsdiskussion nicht nur auf den Blickwinkel der Ausländerfreundlichkeit zu verengen, sondern auch die Wehrlosesten unserer Gesellschaft, die ungeborenen Kinder, mit einzubeziehen.
Die Fristenlösung soll in ihrer jetzigen Form abgeändert werden. Das christliche Menschenbild und das Grundgesetz verpflichten uns, die Abtreibungsgründe wesentlich enger zu definieren und sie nicht einer allgemeinen Beliebigkeit zu überlassen.
Jugendliche wollen aktiv am Leben in der Gemeinschaft mitwirken und Verantwortung übernehmen. Jugendliche brauchen klare Perspektiven. Die Niedersächsische Partei will der Jugend Lebensziele geben, die über die Befriedigung der materiellen Bedürfnisse hinausgehen. Jugendarbeit muss Arbeit in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft sein, keine Individualisierung vor dem Fernsehgerät oder Computer. Jugendlichen sind zeitlose Werte zu vermitteln. Sie sind zur Verantwortung für das Gemeinwesen, zur Eigenständigkeit und Urteilsfähigkeit zu erziehen. Wer sich in der Familie, im Freundeskreis, in Vereinen engagiert, wird keine Probleme haben, seine Heimat zu schätzen und andere Kulturen zu achten.