Heimat

Verbundenheit mit der Heimat entsteht auf den konkreten Ebenen des gesellschaftlichen Lebens: von der Familie bis zum Viertel, vom Verein bis zur Gemeinde, vom Beruf bis zur Freizeit. Jeder Mensch benötigt ein Umfeld, das ihn prägt. Es bindet ihn in die Gemeinschaft und gibt ihm Halt und Orientierung. Kein Mensch ist ein Weltbürger. Weltbürger sein zu wollen heißt, die Bürgerschaft auf einen abstrakten Begriff zurückzuführen, den es nur in der Einbildung bindungsloser Utopisten gibt. Das Gefühl der Verwurzelung mit der Heimat wird für den Bürger um so wichtiger, je mehr die Zuwanderung nach Deutschland voranschreitet und der Einfluss der deutschen Kultur schwindet.

Die Niedersächsische Partei stellt das Prinzip der Heimat gegen das der modernen Völkerwanderung. Diese wird ausgelöst durch das Wohlstandsgefälle auf der Welt. Die moderne Völkerwanderung entwickelt sich immer mehr zu einem lukrativen Geschäft krimineller Elemente, die den Wunsch der Einwanderer nach einem besseren Leben rücksichtslos ausbeuten.

Heimatverbundenheit hingegen bewahrt die gewachsenen Bindungen des Menschen und lehrt ihn, für sein Handeln und für die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen. Nur ein Bürger, der seine Heimat als einen Ort versteht, in den er hineingeboren wurde, der ihm Identität, Charakter und Mentalität verleiht, wird in guten wie in schlechten Zeiten zu seinem Staat und Volk stehen.

Die Niedersächsische Partei proklamiert das Recht auf Heimat für Gruppen, Stämme, Völker und Nationen auf ihrem angestammten Territorium. Dieses Recht schützt die regionalen Besonderheiten dieser Gemeinschaften und bewahrt ihre gewachsene Umgebung vor Zerstörung. Das deutsche Volk in seiner Gesamtheit sowie seine Kultur, Religion und Sprache sind zu erhalten. Das aus den ehemaligen Ländern Hannover, Braunschweig-Lüneburg, Oldenburg und Schaumburg-Lippe hervorgegangene Land Niedersachsen, dessen verbindendes Element die niederdeutsche Sprache ist, verkörpert im engeren Sinn den Begriff Heimat.

Die Niedersächsische Partei will die Eigentümlichkeit des niedersächsischen Raumes erhalten und seinen Bürgern in einer Zeit gesellschaftlichen Wandels, Traditionsverlustes und steigender Mobilität eine eindeutige Identität und Zugehörigkeit vermitteln. Die moderne Völkerwanderung darf unser gewachsenes Umfeld nicht zerstören. Deutsche und Niedersachsen dürfen nicht zu einer Minderheit im eigenen Land werden.

Das Recht auf Heimat ist in Deutschland zu einer zentralen Aufgabe des Bundes und der Länder zu machen. Die Begründung ergibt sich nicht zuletzt aus dem Amtseid der Minister.

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